Die Insel Blewth

Das Königreich Kroth ist ein fruchtbares Land, dessen Mittelpunkt die Hauptstadt Gald ist.
Auch die athalische Inselgruppe gehört zum Lebensraum der Menschen. Eine dieser Inseln ist sogar der Stolz des Königreiches: die Insel Blewth.
Hier werden die berühmten Sprouts ausgebildet, jene Soldaten, die in den Raccukriegen das Reich vor den Dämonen bewahrt haben.
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Re: Die Insel Blewth

Beitragvon Kisenia_NPC » Freitag 28. April 2017, 15:00

Eine Stimme

Die Stimmen, die Cleyo hört, eben nicht ab. Ermutigen sie zu Mord und Blutbad. Es ist fast, als wäre sie verflucht und nur der Fluss von reinem Blut in den Grund des Waldes könnte sie jetzt noch von ihren Qualen erlösen. Gequälte, flehende Stimmen ermutigen sie, ein Urteil zu fällen. Die Person zu töten, die ihnen etwas angetan hat. Die schuldig ist. Und wer schuldig ist, muss sterben. Cleyo selbst fühlt sich fiebrig, fast träumend. Die Intensität der VIsionen nimmt zu. Sie kann regelrecht sehen, wie sie ihr Schwert in den Leib einer jungen, blonden Frau stösst und in ihrem Blut badet. Darus und Stevens Stimmen erreichen sie nur leise und gedämpft. Ein winziger Zwischenruf in einem Meer von raunenden Stimmen, die Cleyo als ihre Erlöserin anflehen. Cleyo ist Teil dieses Waldes.

"Sprouts.", sagt eine Stimme schließlich, die überall und nirgendwo zu sein scheint. Nur Daru und Steven nehmen diese Stimme so richtig wahr. "Bringt das Mädchen wieder zur Lichtung. Sie ist zu nah an den Rand dieser Welt gelaufen. Der Rand, an dem die ätherische Energie durch mich in diese Welt fließt, nagt an ihrem Verstand." Es muss die Stimme des Sphärenwebers sein, der diese Sphäre geschaffen hat. "Wenn sie nicht von dort verschwindet, verliert sie ihren Verstand und wird ein Teil dieser Sphäre. Aber auch ihr solltet nicht weiter gehen. Was mit euch passieren kann, könnte noch weitaus schlimmer sein." Normale, ätherische Menschen können eine künstlich geschaffene Sphäre nicht verlassen, da der ätherisch zirkulierende Strom aufhält. Aber das wäre für Steven und Daru kein Problem. Was dann jedoch passiert, weiß niemand.

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Re: Die Insel Blewth

Beitragvon Veyrne Ibga » Freitag 28. April 2017, 15:26

Es hört wirklich niemand, oder? Was ist das? Telepathie? Nein, das ist nicht möglich.. Oder doch? "Vielleicht sind die Dorius involviert. Deren Möglichkeiten sollten wir nicht unterschätzen." Bei dem Gedanken an die Dorius schaudert es mich kurz. Die Gefahr, dass es sich um diese Familie handeln könnte, ist aktuell zu groß. Und sie sind auch so ziemlich die einzigen Menschen innerhalb des Schlosses, deren Konfrontation ich aktuell fürchte. Abgesehen von einer neuerlichen Begegnung mit Rahih. Zwei Stimmen in meinem Kopf sind mir schon zu viel gewesen. Doch dann wird es schlimmer. Ich kann meine eigenen Gedanken kaum noch verstehen. Wählen.. Versuche ich zu denken, doch es ist zu viel. Meine Gedanken und die Stimmen überlagern sich und es ist kaum möglich noch etwas zu denken. Meine Atmung wird schneller und ich beschließe erst einmal den Korridor zu verlassen. Mit schnellen Schritten biege ich in einen weiteren Korridor ein und öffne die Tür zu einer unaufgeräumten Schreibstube, in der ich zunächst allein bin, obwohl das nicht in meinem Sinne ist. Ich stütze mich schwer atmend auf dem Tisch ab, schließe die Augen und atme gleichmäßig ein und aus, um mich selbst zu ordnen und nicht den Verstand zu verlieren. Meine Lippen bewegen sich und sprechen stumme Worte, um Konzentration in meinen Geisteszustand zu bringen. Ich zähle die Götter auf, dann die Namen der Sprouts aus meiner Einheit. Mein Kopf beginnt zu schmerzen durch den Versuch, meinen Verstand trotz all dieses Chaos in meinem Kopf klar zu halten. Wählen? Verräter? Nein, das kommt niemals aus meinem Verstand. Das ist Manipulation.
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Re: Die Insel Blewth

Beitragvon Kisenia_NPC » Freitag 28. April 2017, 20:04

Verloren

Die Abgeschiedenheit des Raumes hilft Veyrne nicht. Stattdessen wird der Zusammenschluss dieser einen, mit sich selbst multiplizierten, Stimme in seinem Kopf jetzt noch lauter. Sein Kopf scheint zu platzen und ein starker, stechender Schmerz bricht in seinen Ohren aus.

"WEN WIRST DU WÄHLEN, VEYRNE?"

Doch worin soll er wählen? Worum geht es überhaupt? Und weshalb ist es ihm unmöglich die Stimme zu identifizieren, wenn sie ihm doch so verdammt vertraut vorkommt? Er weiß, dass er sie schonmal gehört hat, er weiß es ganz sicher.

Mit jedem Moment wird es schwerer zu ertragen. Veyrne wird heiß, die Sicht vor seinen Augen verschwimmt und er versinkt in gleißendem Licht. Dann sieht er ein Schlachtfeld vor seinen Augen. Tote soweit das Auge reicht. Tote die er kennt, doch wie die quälend laute Stimme, kann er auch die verlorenen Körper nicht erkennen. Was er erkennt ist ein bleiernes Gefühl, das sich in seiner Brust ausbreitet. Bleiern und schmerzhaft gewiss: Er hat versagt. Die Stimme schallt über das Schlachtfeld wie sein nagendes Gewissen. "VERRÄTER! WEN WIRST DU WÄHLEN, VEYRNE?"
Seine Beine zittern unter dem Gewicht der Muskeln und Rüstungsteile des Schwertkämpfers. Er spürt einen Windhauch. Geräusche dringen an seine Ohren die er nicht zu identifizieren vermag.
"WEN WIRST DU WÄHLEN?"
Metallischer Geruch füllt Veyrnes Nase aus, stärker als er es je zuvor erlebt hat. Und er kennt den Geruch. Es ist die Schwere von Blut. Blut welches seine Hände tränkt, seinen Körper hinab läuft. Er muss nicht hinsehen um es zu wissen. Aber wessen Blut ist das und wieso?
"VERRÄTER!"
Und dann... gerade als er glaubt sein Kopf würde einfach platzen, durchschneidet eine viel leisere und doch nähere Stimme das zermarternde Echo und alles ist vorbei.

"QUIEEEEK!"
Luft peitscht gegen sein Gesicht, etwas zerrt an seinem Brustpanzer.
"QIEEEK QIEK!"
Als Veyrne die Augen öffnet erkennt er die Decke der Schreibstube. Sein Kopf schmerzt als hätte er fünf Tage durch gefeiert und sein Körper fühlt sich so schwer an, dass es unmöglich scheint ihn je wieder zu bewegen. Unter sich, kann er den harten Boden spüren, während über ihm ein vertrauter, kleiner Drache aufgeregt durch die Luft flattert und in seinen panischen Bemühungen den Blutwolf auf die Beine zu kriegen immer vehementer wird. Etwas tropft aus seinem Ohr. Überhaupt fühlt die Arkustik sich... eigentümlich an. Er fühlt sich desorientiert, obwohl er weiß wo er ist.
Dem Drachen platzt letztlich der Gedultsfaden. Mit einem neuen Brüll, der mehr nach Drache klingt als er es je getan hat, saust Fayt herab und Veyrne spürt einen stechenden, ziemlich mobilisierenden, Schmerz in seiner Nase....

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Re: Die Insel Blewth

Beitragvon Kisenia_NPC » Montag 1. Mai 2017, 22:55

In die Schatten

Clahes sieht Freyas Fluchtversuch schon im Voraus und bewegt sich Geschwind. Noch bevor sie die Tür erreichen kann hat er sie eingeholt und greift ihren Unterarm fest, sodass Freya sich nicht mehr fortbewegen kann. Er schaut sie an, tief, vertraut. Freya sieht Besorgnis in seinen Augen, die sich leicht verengen. Sein Blick wandert zu Tür, wieder zu Freya, dann lässt er sie los, als hätte er etwas eingesehen, verstanden, dass Freya keine Hilfe verlangt, sie nicht will, sie sogar abstößt. Seine Stirn legt sich in Falten, während eine kleine Gruppe Sprouts die Bibliothek betritt und sich lautstark unterhält. In dem Moment, in dem Freya zu der Gruppe Sprouts schaut, hört sie ein leises Flüstern. „Ich kann dir nicht helfen, wenn du es nicht willst. Sei vorsichtig, vertraue niemandem. Du findest mich, wenn du mich suchst.“ Als Freya sich zu dieser tiefen, unheimlichen Stimme umdreht, ist die Quelle dieser verschwunden, als hätte er sich wegteleportiert. Und noch einmal hallt seine Stimme in Freyas Ohren: „Ich will dir nichts tun.“ Und Freya, die die Fähigkeit inne hat Lügen zu spüren, erkennt keinerlei Lüge in dem Satz des Fremden, der wie vom Erdboden verschluckt sei. Wenn sie ihn sucht wird sie ihn finden. Wird der Moment kommen, in dem Freya doch noch seiner Hilfe Bedarf?

Eine Höhle


Faron und Isothien laufen schon seit geraumer Zeit den Pfad entlang, der ihnen angewiesen wurde. Immer wieder können sie lautes Lachen von ihrer linken Seite hören, die Gruppe, bestehend aus Asalion und Fanras scheint ihren Spaß zu haben. Nichts Neues, nichts gesichtet, keine Monster, keine neuen Erkenntnisse. Es könnte einem fast schon so vorkommen, als wäre diese ganze Mission nur eine Fas, damit die Sprouts wenigstens irgendeiner Beschäftigung nachgehen. Doch dann erkennt Faron etwas. Nur schwer zu auszumachen, da es von mehreren Steinen umgeben ist und nur winzig klein scheint. Der Eingang zu einer Höhle. Gerade mal so breit, dass Faron nur mit Mühen reinpasst. Gehen die beiden jedoch näher an den Eingang heran, können sie erkennen, dass der Innenraum der Höhle größer, geräumiger erscheint. Bei genaueren Hinsehen wird den beiden auch klar, dass die Höhle bis vor kurzem noch verdeckt von Felsbrocken gewesen ist, die jetzt den Abhang heruntergerutscht sind. Etwas Neues. War es das was Sprout Aspa meinte? Der Berg wandelt sich, Höhlen werden aufgedeckt von denen vorher niemand wusste. Was werden die beiden machen? Ist es nicht ihre Pflicht die Höhle auf allerlei Merkwürdigkeiten zu untersuchen?

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Re: Die Insel Blewth

Beitragvon Faron » Dienstag 2. Mai 2017, 11:59

Gemeinsam mit dem Magier an meiner Seite beschreiten wir den steinigen Weg entlang der Klippe. In Gedanken frage ich mich, wie viel Zeit der Magier wohl hätte, wenn dieser tatsächlich abstürzt und sich nicht mit Magie retten könne. Ob er genug Zeit hätte im Flug seinen letzten Willen schriftlich zu verfassen? Oder würde er eher einen magischen Fluch vorbereiten bevor er wie eine überreife Frucht auf einem Felsvorsprung aufschlägt?

Ein kräftiger Windstoß, welcher nicht nur an mein Haar zerrt bringt meine Fantasie jedoch zum Schweigen und ruft meine Konzentration wieder zur Ordnung zurück. Glücklicherweise bin ich von den Göttern mit keiner Höhenangst gestraft worden, weshalb es mir keine Probleme bereitet meinen Weg an der Klippe sicher fortzusetzen. Lediglich das Sitzen auf Nichats und Überfahrten mit Schiffen machen mir zu schaffen, sehr zu schaffen.

Ich Schnaube genervt bei dem unüberhörbaren Gelächter von Fanras und Asalion, die ich nun deutlicher wahrnehme. "Diese Bauern sind ja lauter wie eine Herde Gallôren in einer Teestube. Warum schreien und brüllen sie nicht direkt ..." Nach einer kurzen Pause fahre ich mit einer verstellten Stimme fort, welche recht dümmlich klingt . "... aufgepasst. Eine Einheit von Sprouts sucht im Gebirge nach Dämonen, Banditen, Monstern und, oder anderen boshaften Wesen. Bitte stellt uns keine Falle." Nach diesen Worten rolle ich noch einmal abschließend meine Augen, ehe ich abrupt zum Stehen komme.

"Herr Sturmbringer - seht." Merke ich an und deute zu meiner Entdeckung in Form eines Loches. Neugierig trete ich sofort näher um mir den kleinen Einlass genauer in Augenschein nehmen zu können. Mit steigender Anspannung nähere ich mich meiner Entdeckung und umfasse auf dem Wege mit der Rechten den Griff meiner Klinge.

Wer weiß, welches Grauen mich erwartet und versucht mein Gesicht anzuknabbern, sobald ich mich dem Loch nähere.

Jedoch wirft sich weder ein Tier noch ein Monster mir entgegen, als ich mir den Einlass genauer begutachte. Lediglich ein größerer Raum breitet sich in den Tiefen aus, welcher nur spärlich vom Licht erhellt wird. Doch dies scheint mich keineswegs abzuschrecken. Vor einer längeren Zeit wurde mir eine besondere Gabe zu Teil. Ich konnte im Dunkeln sehen. Egel wie Lichtverschlingend die Dunkelheit sein mochte. Dieses Talent war in meinen Augen ein Geschenk der Götter zum Dank für meinen Fleiß und meine Hingebung. Ich stellte dies daraufhin nicht groß in Frage oder verkündete dies großartig. Dieses Talent sollte ein kleines Geheimnis sein, eine Trumpfkarte.

"Ich gedenke mir diesen Bau einmal genauer anzusehen." Lasse ich Isothien an meinen Gedanken teilhaben. Grob taste ich die Umrisse des Einlasses ab und teste so, wie stabil dieser Eingang ist. Sollte dieser nicht direkt bröseln oder marode wirken, so würde ich anschließend meinen Kopf mal reinstecken um mir ein besseres Bild machen zu können.

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Re: Die Insel Blewth

Beitragvon Kisenia_NPC » Dienstag 2. Mai 2017, 19:08

Farons Sicht

Die Steine bröckeln nicht, als Faron langsam sein Gewicht auf sie lagert. Im Gegenteil. Sie bleiben stabil an Ort und Stelle, als würden sie schon ewig da liegen, als hätte die Zeit sie zu einer Säule geformt, die Unverrückbar ist. Wäre da nicht der Fakt, dass der Eingang erst vor kurzem das Licht der Welt erblickt zu haben scheint, könnte man sich in vollkommener Sicherheit wiegen.
Noch bevor Faron auf die Erkenntnis der Stabilität hin, seinen Kopf in das Loch steckt hört er Geräusche die von einer Wasserquelle herrühren. Er weiß, wenn nicht aus der Lektüre über die Erdkunde der Insel Kroth, dass tief unter dem Berg, des Meeres Ursprungs Wasser fließt, quer durch den Berg, am anderen Ende wieder heraus, einmal durch die Insel fließend. Die Höhle scheint tief zu sein, zumindest ist das die Erkenntnis die die Geräusche bringen.
Nachdem er seinen Kopf letztendlich durch das Loch gesteckt hat und die nur teilweise mit Lichtstreifen durchflutete Höhle betrachtet, kann er nur durch sein Außerordentliches Talent der Nachtsicht näheres erkennen. Der Raum den er sieht ist groß und leer. Die Feldwände formen fantastische Muster und scheinen einmalig. Er sieht zwei Gänge von der großen Höhle abgehen. Einer hinunter, tiefer in den Berg hinein, die Richtung des anderen kann er nicht ausmachen. Er hört ein leises fiepen, dass aus einem der Gänge zu kommen scheint.

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Re: Die Insel Blewth

Beitragvon Faron » Mittwoch 3. Mai 2017, 14:17

Während meiner Beobachtungen plane ich bereits sorgfältig meine Schritte in dieser Höhle, obwohl für mich nicht feststeht, ob ich überhaupt einen Schritt hinab wagen werde. Es war ein Gemisch aus Neugierde und Ehrgeiz, welches diese Option in den Vordergrund drängte. Mir quasi aufzwang.

Ein Adeliger klettert freiwillig in eine verdreckte Höhle? Tatsächlich mochte dies ein verwunderlicher Anblick sein, jedoch war dies in meinen Augen unproblematisch. Zwar entstammte ich einer adeligen Familie, jedoch wurde mir eine hohe Disziplin und Tätigkeitsbereitschaft zu teil. Der Weg um ein Ziel zu erreichen, spielte in der Regel keine große Rolle für mich. Lediglich das Ziel war der Kern einer jeglichen Anstrengung. Würde man mir ein ernsthaftes Angebot unterbreiten, in dem mir die Krone des Landes versprochen wird, nachdem ich mich in einem Stall mit Tieren im Dreck suhle, so wäre meinen Gegenfrage: wann und wo? Der Zweck heiligt bekanntlich die Mittel und mit diesem Prinzip konnte ich bisher gut leben.

"Vielleicht dient diese Höhle als eine Art Versteck. Natürlich besteht auch die Möglichkeit zu viel in ein unbedeutendes Loch hinein zu interpretieren. Ich meine auch ein Tier vernommen zu haben." Gebe ich zu bedenken und werfe Isothien einen nachdenklichen Blick zu, ehe ich mich wieder dem Einlass widme. "Ich werde mir dies einmal genaue ansehen. Schließlich ist es unsere Pflicht dieser Sache gründlich nachzugehen und als talentierter Sprout wird dies ein Kinderspiel." Erkläre ich daraufhin mit einer außergewöhnlichen Spur Tatendrang und Selbstsicherheit.

Ohne auf große Widerworte zu warten, nehme ich mein Seil zur Hand, welches mir während des Kletterns bereits gute Dienste erwiesen hat. Nachdem ich dies wieder an meinen Kleidung befestigt habe, versuche ich das andere Ende an einer stabilen Kante des Einganges zu befestigen. Sobald ich dessen Festigkeit überprüft habe, wage ich mich hinab in die Tiefen der Höhle - ohne ein Licht zu entzünden.

Ich werde ungesehen und ungehört wie ein Schatten umher schleichen.

Sobald ich den Boden der Höhle erreiche, konzentriere ich mich darauf mich so lautlos wie möglich fortzubewegen. Während ich mich den Gängen in den Tiefen nähere spitze ich zudem meine Ohren umso vielleicht die Quelle des Fiepen zu erfassen.

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Re: Die Insel Blewth

Beitragvon Kisenia_NPC » Mittwoch 3. Mai 2017, 18:43

Die zwei Durchgänge

Eine bedrückende Stimmung schlägt auf Faron ein. Die Höhle scheint Isoliert von Geräuschen aller Art, selbst das laute Lachen Asalions vernimmt er hier nicht mehr. Er fühlt sich, als würde er sich in einem eigenen, lebenden System bewegen. Als würde er beobachtet, als hätten die steinernen Wände Augen. Neben dieser Empfindung macht sich jedoch noch etwas Anderes in ihm breit. Eine Begierde, irgendetwas in dieser Höhle, dass ihn anzieht, ihn anlacht und von ihm gefunden werden will.
Die beiden Eingänge zu weiteren Segmenten der Höhle erstrecken sich fast zur Decke und sind wesentlich breiter als der Durchgang, durch den Faron die Höhle betreten hat. Vorher nicht erkenntlich, kann Faron nun erkennen, dass der linke Durchgang durch Stein Geröll versperrt ist. Nur der rechte, in die tiefe führende Durchgang scheint passierbar.
Aus diesem scheint auch das fiepsen zu kommen, dass in Farons Gehört dringt, sich plötzlich verändert und wie ein Ruf scheint. Ein Ruf nach ihm, ein Ruf nach seiner Hilfe. Ein inneres Gefühl der Euphorie breitet sich in ihm aus. Er kann es schaffen, er kann es finden, das, was nach ihm zu rufen scheint. Es ist für ihn bestimmt, nur für ihn. Das weiß er mit Gewissheit.

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Re: Die Insel Blewth

Beitragvon Isothien » Donnerstag 4. Mai 2017, 19:51

Rückblick
Im Gegensatz zur ersten Etappe, die zwar schon einigermaßen fordernd war, gestaltet sich der Aufstieg zum Plateau deutlich schwieriger. Nach, rein gefühlsmäßig, der Hälfte der Strecke, als das Ziel in Sichtweite rückt, zerrt der Aufstieg an meinen Kraftreserven. Schweißperlen bilden sich, wie üblich, zuerst auf meiner Stirn. Nach ein paar Metern fließen mir ein paar der Perlen in mein linkes Auge, das direkt zu brennen anfängt. Mit teilweise getrübtem Blick brauche ich länger, um mit den Händen die richtige Stelle für einen sicheren Halt zu finden. „Mist...“ Fluche ich leise und versuche dem Drang zu widerstehen das Auge zu reiben, um das brennen zu beenden. Die nötige Kraft, um mich, für die wenigen Sekunden, mit einem Arm an der Felswand festzuhalten, wäre wahrscheinlich noch da, aber der Sicherheit wegen möchte ich es nicht ausprobieren.

Oben angekommen gebe ich dem Drang nach. Ein kalter Windhauch trocknet meine Stirn und lässt mich etwas frösteln. Mit langsamen, tiefen Atemzügen, erhole ich mich allmählich von den Strapazen.
Leider dauert dieser Vorgang länger als gedacht, weswegen alle Personen, die als mögliche Gruppenpartner in Frage kommen, bereits mit jemanden anderen eine Gruppe gebildet haben. Somit bleibt nur noch Faron übrig.
“...irgendeiner da oben hat einen seltsamen Humor !“

Gegenwart
In Grübeleien, über die immer seltsamer werdenden Vorstellungen meines Kameraden zum Thema Magie, versunken beantworte ich seine Meckerei nur mit einem Nicken. Als er mich direkt anspricht höre ich ihm wieder vollständig zu.
Nachdem er einen Blick in die Höhle geworfen hat bin ich verwundert darüber, dass er überhaupt was erkennen konnte, obwohl sein Kopf eigentlich das einfallende Licht nahezu komplett verdrängt haben müsste. Noch bevor ich ihm den Vorschlag unterbreiten kann, dass es ratsam wäre, dass ich ein Wachauge beschwöre, um dieses zum ausspähen der Höhle zu nutzen, steigt Faron durch das Loch in die Höhle.
“Das kann doch nicht wahr sein...“ Verärgert schließe ich die Augen, atme tief ein und richte meine Gedanken auf die Vorstellung eines Auges, größer als jedes menschliche oder tierische, gehüllt in eine grünliche lederne Haut. „Komm zu mir...“ murmle ich. Eine neue ätherische Präsenz ist zu spüren, zumindest für mich. Als ich meine Augen öffne schwebt vor mir ein Wachauge. Bilder strömen in meinen Kopf, ich sehe unter anderem mich selber, aus der Perspektive des Wesens. Es ist noch immer etwas befremdlich, wenn neben der eigenen, plötzlich noch eine zweite „Wahrnehmung“ im Geist existiert.
„ 'Daran gewöhnt man sich. Je öfter man ein Wachauge beschwört, desto vertrauter wird dieses Gefühl...' “ Ertönen die Worte von Theodore Garna in meinem Kopf, als sie mich damals die Beschwörung lehrte.
“Mach dich unsichtbar und fliege in die Höhle!“ Befehle ich in Gedanken dem Wachauge. Ich habe es noch nie an dunklen Orten eingesetzt und kann daher nur raten, wie gut seine Sicht sein wird.
Zuletzt geändert von Isothien am Montag 8. Mai 2017, 16:55, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Die Insel Blewth

Beitragvon Faron » Freitag 5. Mai 2017, 02:02

Deutliche und mit Mühe Schlucke ich meinen gesammelten Speichel hinab, während mein Blick wachsam umher wandert, damit mir keine mögliche Bewegung entgeht. Kurzzeitig beschlich mich sogar der Verdacht, dass die Wände bei Nichtbeachtung lebending werden. Aber diesen Gedanken legte ich sofort ab. Schließlich war ich kein Wahnsinninger.

Wurde ich bereits entdeckt? Das kann nicht sein – oder doch?
Mit diesem Fragespiel beging ich langsam doch mein Können in Frage zu stellen. Zu Beginn war ich noch so selbstsicher an den Abstieg heran gegangen und nun das? Irgendetwas stört mich und beschert mir unbehagen, jedoch kann ich es nicht in Worte fassen oder es gar benennen. Es war wie eine allgegenwärtige Bedrohung. Das kann nicht sein! Beruhige dich! Du bist ein Elensa und dies ist nur eine einfache Höhle. Versuche ich mich selbst zu beschwichtigen und neuen Mut zu fassen.

Ich atme tief durch und setze schließlich meinen Weg durch den einzig begehbaren Gang fort. Jener durch den das Fiepen erklingt. Leise taste ich mich Schritt für Schritt voran, wobei jeder Schritt mir leichter fällt. Irgendetwas verbirgt sich hier. Kursiert wie aus dem Nichts plötzlich in meinen Gedanken. Ich kann es deutlich spüren. Etwas Besonderes, etwas ganz Besonderes – so wie ich es bin. Die Bedrohung, welche mir drohte die Kehle zu zuschnüren war auf einmal verschwunden. Als wäre sie nie existent gewesen.

"Ich werde dich finden. Halte aus." Entweicht mir ungewollt ein Gedanke in leisem Tone. Ungewollt - wie auch der ausgesprochene Gedanke - entsteht ein Lächeln, welches sich in meinem Gesicht breit macht.

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Re: Die Insel Blewth

Beitragvon Veyrne Ibga » Freitag 5. Mai 2017, 09:16

Was in den Anderssphären.. Mir wird von dem Gewirr, das meine Gedanken überrollt und vollständig einnimmt, schlecht. Meine Atmung wird schneller und Schweiss tritt auf meine Stirn. Ohne dies bewusst gesteuert zu haben, sind pressen meine Hände an meinen Schläfen und meine Knie geben nach. Hör auf. Hör endlich auf. donnert meine Stimme in Gedanken, doch sie wird vom Gewirr der anderen Stimmen, die mich wählen lassen wollen, erstickt. Mir wird bereits schwindelig, da ich nicht gleichmäßig Luft hole und mich nicht darauf konzentrieren kann, da hören die Stimmen plötzlich einfach so auf. Als ich den Raum wieder bewusst wahrnehme, sehe ich die Decke. Wann bin ich zu Boden gegangen? Wie lang bin ich in diesem Raum? Meine Gedanken haben sich in dem Gewirr der Stimmen verloren und jede vermeintlich bewusste Wahrnehmung war vermutlich nicht echt. Habe ich die Kontrolle über meinen Körper verloren? "Ich fürchte, das war so. Ich glaube, das ich kurzzeitig die Kontrolle hatte." Aber das heißt ja.. Ich komme nicht zu diesem Gedanken, da mir plötzlich die Quelle der leisen Stimme auffällt, die diese verfluchten Gedanken durchbrochen hat. "..Fay.. Autsch. Fayt! Meine Nase.. Ich bin ja da. Was ist?" Ich sehe den kleinen Drachen an, den Freya einst aufgelesen hat. Noch ist er klein. Aber ein Drache seiner Abstammung kann irgendwann äußerst groß werden. "Stimmt etwas nicht mit Freya?" Ich halte mich an dem Schreibpult fest, als ich mich aufrichte. Meine Beine fühlen sich noch immer weich an. Als hätte ich eine tagelange Wanderung durch Berge hinter mir.
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Re: Die Insel Blewth

Beitragvon Kisenia_NPC » Freitag 5. Mai 2017, 09:18

Tychos Äthersensibilität

Für einen kurzen Moment spürt Tycho ein vertrautes Gefühl. Das Gefühl eines Äthergeistes, der nicht mehr in dieser Form existieren sollte. Erschreckenderweise fühlt es sich so an, als wäre dieser Geist nur wenige Räume weiter gewesen. Sehr nah. Und wäre plötzlich wieder verschwunden.

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Re: Die Insel Blewth

Beitragvon Kisenia_NPC » Freitag 5. Mai 2017, 11:29

Finde mich, suche mich

Während Faron tiefer in die Höhle dringt, gleitet Isothiens Wachauge hinter ihm her. Doch etwas stimmt nicht. Je tiefer sie in die Höhle schreiten, desto schwerer fällt es Isothien die Konzentration aufrecht zu erhalten. Es ist, als ob sein geschaffenes Äther von der Höhle nicht geduldet wird. Als wäre die Höhle lebendig und versuche sich gegen dieses fremdartige Äther Isothiens zu wehren. Die Bilder, die in Isothiens Kopf dringen verschwimmen immer mehr, kommen nur noch Bruchstückhaft. Isothien konnte generell schon wegen der Dunkelheit kaum etwas erkennen, jetzt auch noch das. Mit jedem weiteren Schritt wird die Anstrengung größer das Wachauge aufrecht zu erhalten. Mehr noch, Isothiens Kopf beginnt zu schmerzen, erst leicht, dann immer stärker werdend. Neben den bruchstückhaften, unkenntlichen Bildern macht sich ein Gefühl in Isothien breit, ein Gefühl der Unerwünschtheit. Liegt auf dieser Höhle ein Schutz, den er nicht verstehen kann?
Auch das Gefühl in Faron, der immer tiefer in die Höhle geht, wird stärker. Doch ist es bei ihm etwas Anderes. Etwas anziehendes, kein Gefühl der Abwehr, eher ein Gefühl des Willkommen seins. Immer noch hört er das fiepen, dass in seinen Ohren wie ein Ruf klingt: „Finde mich!“
Als er um eine weitere Ecke geht befindet er sich plötzlich wieder in einem größeren Raum der Höhle. Das Fiepen ist deutlich zu vernehmen, doch es scheint nicht hier zu sein. Nicht in diesem Abschnitt. Durch seine Gabe der Nachtsicht erkennt er einige Meter entfernt einen weiteren Durchgang, der wiederum tiefer in die Höhle führt. “Finde mich… Suche mich…“ Die Stimme die Faron aus dem Fiepen heraus hört wird lauter. Sie klingt immer noch verlockend in Farons Ohren.
Wenn Faron sich umsieht, bevor er weitergeht, wird er in diesem Höhlenabschnitt abstrakte Wandmalereien erkennen. Schriftzeichen, die nicht menschlich zu sein scheinen. Er kann sie nicht lesen, hat sie nie zuvor gesehen.

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Re: Die Insel Blewth

Beitragvon Faron » Freitag 5. Mai 2017, 17:07

"Halte aus." Wiederhole ich leise als Antwort auf das Fiepsen, beinahe in einem hypnotischen Ton.

Die Malereien an den Wänden entgehen mir nicht. Ich wage mich sogar näher und begutachte mir diese genauer. Obwohl ich sie nicht entziffern kann, versuche ich etwas aus ihnen herauszulesen.

Was in Bartoks Namen ... ? Sind dies Ruinen aus bereits vergessenen Jahren? Ich sollte gehen und die anderen darüber informieren. Schlägt es nun in meinen Gedanken Alarm. Ich stütze mich an der Wand mit den Malereien ab und blicke den Gang zurück. Mein Atem verläuft aus mir unerklärlichen Gründen schneller. Obwohl mein Körper kaum belastet ist, wirkt es so als würde ich Unmengen an Lasten auf meinen Schultern tragen. Mein Blick wandert immer wieder von dem neuen Durchgang - tiefer in die Höhle - zum Rückweg.

"Ich muss zurück."
Bekomme ich nur unter großer Anstrengung über meine Lippen. Abermals fühlt es sich so an, als würde sich meine Kehle zuschnüren. Reflexartig umfasse ich mit meiner freien Hand meinen Hals, während ich mich weiterhin an der Wand abstütze. Dies hat jedoch keine befreiende Wirkung. Ich spüre wie sich Schweißperlen auf meiner Stirn bilden. Mit aller Kraft versuche ich einen klaren Gedanken zu fassen, aber immer wieder werde ich von dem Ruf gebannt.

Suche mich, finde mich. Erklingen meine Gedanken nachdem letzten laut, welcher an mein Ohr dringt. Nein, ich kann noch nicht zurück. Ich muss etwas vorweisen können und herausfinden, was dort in den Tiefen auf mich wartet. Dies ist meine Aufgabe, mein Weg.

In diesem Streit zwischen Rückweg und Voranschreiten, obsiegte nun eine Seite. Ich löse mich von der bemalten Wand und versuche den neuen Durchgang zu passieren. All die Last, welche mich beim Stillstand plagten erweisen sich abermals als nicht existent. Meine Entscheidung meinen Weg fortzusetzen scheint die Erlösung zu sein, aber warum?

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Re: Die Insel Blewth

Beitragvon Kisenia_NPC » Freitag 5. Mai 2017, 17:28

Marcos Schule

Auf Marcos Gesicht ist der Hauch eines Lächelns zu sehen als Nibra sich umdreht. Doch sein Blick bleibt ihr nicht lange zugewandt.
"Hast du das gesehen, Droc? Diesmal gewinnen die Lanzenkämpfer, haha!"
Zum Zweiten Mal landet eine große Pranke auf der Schulter der jungen Frau. Marco klopft mehrmals kräftig darauf, ehe er sich an den Rest der Truppe wendet.
"Ich hoffe ihr habt alle schön aufgepasst. Eine Lanze ist kein Zeigstock, sondern eine Verlängerung eures Armes. Sie bietet euch die Möglichkeit den Gegner geschickt auf Distanz zu halten und ihn zu töten noch ehe er euch nur erreicht."
Die Lanzenhand streckt sich aus, damit die Spitze deutlich sichtbar ist.
"Ihr seid damit nicht auf Stechbewegungen beschrenkt. Die Klinge ist in zwei Seiten angeschärft wie ein Dolch auch. Eure Kameradin hat ausgezeichnet vorgemacht wie vielfältig ihr diese Klinge, aber auch die Kehrseite der Lanze einsetzen könnt."
Er dreht die Waffe schwungvoll herum, um den Stock zu zeigen.
Benutzt auch die Dynamik. Den Schwung den ihr in der Bewegung aufbauen könnt. Wenn das nicht funkrioniert, dann seid ihr vielleicht zu schwächlich!"
Marco lacht genüsslich.
"Ja genau! Die Lanze ist keine Ausweichmöglichkeit für Schwächlinge. Im Gegenteil: Die Länge der Waffe macht sie schwer. Ihr braucht Kraft, um sie ordentlich zu handhaben. Wer die noch nicht hat, weiß also schonmal wie viele Extrarunden er schwingen muss!"
Die Lanze wieder fest auf den Boden lässt der Ausbilder sich Zeit den Gedankengang zu genießen und lacht fröhlich.
"Und jetzt findet euch in Zweiergruppen ein! Vergesst nicht, dass auch Lanzenkämpfer alles im Blick haben müssen. Wenn ich einen erwische der Pennt, denk ich mir was feines aus!"


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