Die Insel Blewth

Das Königreich Kroth ist ein fruchtbares Land, dessen Mittelpunkt die Hauptstadt Gald ist.
Auch die athalische Inselgruppe gehört zum Lebensraum der Menschen. Eine dieser Inseln ist sogar der Stolz des Königreiches: die Insel Blewth.
Hier werden die berühmten Sprouts ausgebildet, jene Soldaten, die in den Raccukriegen das Reich vor den Dämonen bewahrt haben.
Daru
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Re: Die Insel Blewth

Beitragvon Daru » Donnerstag 23. Februar 2017, 21:58

„Hallo“, murmele ich beim Hinsetzen und sehe dabei Veyrne an. Ihn grüße ich, die anderen nicht, aber seinen Namen unerwähnt zu lassen lässt es so wirken, als würde ich alle meinen. Zumindest kann man mir keine Unfreundlichkeit vorwerfen.

Es dauert nicht lange, und der Tisch ist voll. Zu voll für mich. Im Versuch, die Welt um mich herum kleiner zu machen, führe ich mein Gesicht so nah an mein Tablett, dass ich mir das Besteck beinahe sparen könnte. Nichts sehen, das ist der erste Schritt, nichts hören, wäre der Zweite, aber das fiele auf.

So lausche ich den Worten und verziehe das Gesicht, als Grendel auftaucht und dieses kleine Freundschaftsritual mit Cleyo abhält. „Na Mädchen“, äffe ich ihn in meinem Kopf nach. „Schau nur meine dicken Arme. Hau doch mal. Ich spür nichts“, geht es weiter, während ein weiteres Stück Fleisch in meinem Mund verschwindet, hastig zerkaut und zu früh heruntergeschluckt wird. Ich fange an zu husten, klopfe mir auf die Brust, mache schleimige Geräusche. Ein Schluck Wasser verschwindet in meinem Mund, ein Zweiter folgt. Tränen drängen in meine Augen.

Shane
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Re: Die Insel Blewth

Beitragvon Shane » Donnerstag 23. Februar 2017, 22:12

Ich versuche Kiaras Kommentar zu ignorieren. Nicht, dass es mich stört, doch bin ich heute nicht für Scherze zu haben.
Wie die anderen auch begebe ich mich zunächst zur Ausgabe der Speisen und versuche, mir eine vernünftige Mahlzeit zusammenzustellen. Vielleicht liegt es an mir, doch ich könnte schwören, dass die Qualität des Essen in den letzten zwei Jahren drastisch abgenommen hat. Dabei entdecke ich bei der Ausgabe auch meinen Kameraden Faron, den ich höflich begrüße. "Seid gegrüßt, Faron." Normalerweise erspare ich mir diese gehobene Anredeform bei Sprouts, sind wir auf Festung Blewth doch alle gleich, doch bei Faron habe ich immer das Gefühl, dass er darauf großen Wert zu legen scheint. Auch bei Tia mache ich eine Ausnahme, einzig und allein weil es sich bei ihr um die Prinzessin handelt.

Das Tablett gefüllt begebe ich mich zum Tisch an dem sich schon der andere Teil unserer Einheit befindet. Wie ich es mir dachte, sind wir vollzählig, mit der Ausnahme, dass Freya fehlt. So ganz untypisch ist das allerdings nicht für sie. Früher oder später wird sie sich schon zeigen.
"Seid gegrüßt, alle zusammen." wiederhole ich meine Begrüßung, die ich auch schon Faron gegeben habe. "Es scheint, dass die neuen Anwärter heute eintreffen. Gibt es noch weitere Neuigkeiten?" frage ich ganz allgemein in die Runde um ein Gespräch zu starten.

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Re: Die Insel Blewth

Beitragvon Kisenia_NPC » Donnerstag 23. Februar 2017, 22:19

Begrüßungskomitee

Roan kann den aufmerksamen Blick der Wachen auf sich spüren. Obwohl nur zwei Männer in Rüstung auf ihn zu kommen, fühlt es sich an als seien da noch eine Reihe mehr. Die Zinnen des Walls scheinen Augen zu haben, auch wenn er so dicht vor dem Tor die patroullierenden Männer nicht mehr sehen kann.
"Gleich der Zweite, was?", sagt eine der Wachen bevor die Zweite zu kichern beginnt. Roan ist nicht entgangen wie die Augen des Kicherers seine Statur gemustert haben.
"Wenigstens sieht der auch wie ein Kämpfer aus. Tritt ein. Hinweise stehen in der Eingangshalle. Aber rutsch unterwegs nicht aus!"
Der erste der beiden Männer wirft seinem Kameraden einen mürrischen Blick zu, als sie zur Seite treten, doch für den Moment schweigt der Mann. Erst als das Tor ein paar Meter zurück liegt kann Roan hören wie die Beiden beginnen miteinander zu diskutieren.
"Ich hab dich vorhin schon gewarnt. Hör auf damit", sagt die erste Wache.
"Was denn?", die Zweite. "Sag nicht der schnöselige Elf sah dir vielversprechend aus!"
Ob man hier immer so charmant ist?

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Re: Die Insel Blewth

Beitragvon Tycho » Freitag 24. Februar 2017, 00:37

"Erwachsene Irgnam, die mit Puppen Spielen."
"Ein Geschenk der Mildtätigkeit, gegeben auf dass wir uns erheben können und den Naturgewalten trotzen mögen." Ich stelle die kleine aus Holz geschnitzte Figur des Sonnengottes auf das aus Sägespänen gezeichnete Mandala. "Ein Schwert, dass die Götzengötter von ihrem Thron stieß. Vier Propheten, den Blick auf die uns vorbestimmte Zukunft gerichtet." Die Kriegerin und der Wächter werden auf die Himmelsrichtungen verteilt. "Ein Urteil, dass den Lauf der Dinge für immer bestimmen sollte." Der Richter wird an seinen Platz gestellt.
"Eure Litanei langweilt mich. Glaubt ihr, ich sehe nicht was wirklich in euch vorgeht?"
"Die sechs Göttlichen, die den Fluss des Äthers lenken und den Reingeist in Bahnen halten." Weitere Holzfiguren werden auf die ihn angestammten Plätze gesetzt.
"Es war nicht der erste Mord, den ihr zu verantworten hattet, Modrox."
Mein Szepter zieht geschwungene Linien auf den mit Spänen übersäten Boden. Dort wo die Spitze den Boden berührt, fangen die Späne Feuer. Süßlicher Rauch steigt auf.
"Ihr seid ein Blutwolf. Geboren auf Befehl zu töten"
"Nein! Mischlingswesen abzuschlachten war niemals der Grund weshalb mich mein Orden nach Blewth schickte. Ich habe irgendeine Bestimmung. Doch mein Gefühl sagt mir, dass ich dem Grund meines Daseins noch keinen Schritt näher gekommen bin."
"Eure Kameraden scheinen eure Schwäche der Barmherzigkeit nicht zu teilen. Selbst das kleine Kind hat mehr Spaß am Töten als ihr."
"Sie ist noch so jung. Und wird in dieses Elend aus Mord und Gewalt hineingezogen. Man hätte sie in eine Schule der Magie schicken sollen, statt ihr ein grobschlächtiges Schwert in die Hand zu geben und zur Metzgerin auszubilden. Mein einziger Trost ist, dass sie sicher ist vor den Intrigen der Erzmagier, hier fernab von Gald."
"Fürwahr, Erzmagier statten diesem Schloss nur selten einen Besuch ab."
"Irrt euch nicht, Drall. Spürt ihr nicht die faulige Präsenz der Dorius? Sie sind draußen auf dem Hof. Mir wird ganz übel bei dem Gedanken, dass der Erzmagier sich in die Belange der Sprouts einmischen, ja vielleicht sogar Sprouts in seine verwerflichen Machenschaften einspannen könnte. Wenn die Dorius zu Besuch sind, wird Veyrne als unser Kommandant sich ihnen sicher vorstellen. Wir sollten ihn aufsuchen, wenn wir herausfinden wollen was Dorius im Schilde führt."
"Um die Zeit wird er wohl im Speisesaal am ehesten anzutreffen sein."

Ich stecke die Holzfiguren wieder in meinen Beutel und erhebe mich. Das Szeper befestige ich wie gewohnt an meinem Gürtel, während ich mir den weißen Ordensmantel überstreife. Trotz meiner Zugehörigkeit zu den Sprouts, achte ich stets darauf meine Vergangenheit als Mönch des Sarthi Ordens in Ehren zu halten. Darum ist das verschlungene Symbol des Reingeistes auf meiner Stirn tätowiert, und prankt in größerer Ausführung auf meinem Mantel. Obgleich der größte Verrat an meinem Orden dem Beobachter nicht offenbar wird: Der Äthergeist, den ich in meinem Inneren gebannt halte. Der Geist, das Echo einer dämonischen Kreatur die Drall gerufen wird. Ein Diener Zarkaths, der im Kampf gegen die Blauritter fiel. Wie auch mein Aufenthalt in Blewth geschieht all dies zu einem höheren Zweck, wir mir mein Bruder und Meister versichert hat. Doch ist mir der genaue Grund für all dies unbekannt. Ich bin nur eine Schachfigur im Spiel der Götter. Und doch muss ich meine Rolle gut spielen, will ich dem Reingeist ein folgsamer Diener sein.

Ich erreiche den Speisesaal. Wie üblich muss ich nicht lange nach meiner Einheit suchen. Sie sitzt wie immer am selben Tisch, gut daran zu erkennen dass andere Sprouts einen großen Bogen darum machen und den Umweg zum Buffet in Kauf nehmen nur um nicht zu nahe an diese "finsteren" Gestalten heranzutreten, von denen man sich so viele üble Geschichte erzählt. Ich seufze. Wenn denn nur nicht manche dieser Geschichten auch wahr wären. Ich nehme mir ein Tablett und stelle mir ein Mittagsessen zusammen. Eine Tasse Bittersud darf dabei natürlich nicht fehlen. Als ich mich zu meiner Einheit setze, ist diese bereits in ein lebhaftes Gespräch versunken. Ich blicke tadelnd auf Cleyos Teller und will gerade zu einem Vortrag über gesunde Ernährung ansetzen, komme jedoch dann zum Schluss dass es wichtigeres zu besprechen gibt. Zumal Cleyo meiner Erfahrung nach auf Tadel nur mit Trotz antwortet. Ich richte mich an Veyrne. "Ich habe eine mächtige, dunkle Aura auf dem Schlosshof gespürt. Ich denke ich täusche mich nicht, wenn ich sage dass es sich dabei um Erzmagier Dorius handelt.", sage ich selbstsicher. In der Tat habe ich diese Aura während meines Aufenthaltes in der Galder Universität schon einmal gespürt, auch wenn der Alte selten aus seinem Turm in Phaben herauskommt. "Der Gedanke, dass er hier auf Blewth ist beunruhigt mich.", gestehe ich ein.

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Re: Die Insel Blewth

Beitragvon Faron » Freitag 24. Februar 2017, 15:08

Bevor ich eine Antwort von der Prinzessin oder Florin erhalte erscheint Shane und begrüßt mich wie die anderen unserer Einheit.

"Herr Bariah. Seid auch ihr gegrüßt." Begegne ich ihm mit freundlichem Ton und deute eine respektvolle Verbeugung an. Es ist nicht verwunderlich, dass ich Shane in einem besonderen Maße Respekt zolle. Durch seine Adern fließt ebenso blaues Blut, wie durch die Meinen. Seine Familie ist adelig und so hatten wir seit unserer ersten Begegnung einen gewisse Verbundenheit zueinander. Soweit ich mich entsinne, sind die Bariahs bekannt durch ihre Repertoire an Medikamenten und Ausstattungen für Bader.

"Ich möchte mich der Frage von Herrn Bariah anschließen und würde zudem gern erfahren, ob eure Hoheit weiterhin die Position des Leutnants bekleidet. Zudem möchte ich an dieser Stelle klar hervorheben, dass ihr abgesehen von den - unglücklichen - Umständen eine bessere Wahl für diese Aufgabe seid. Schließlich sollten wir trotz dieses herben Verlustes nach vorn sehen." Setze ich nach Shanes Frage fort und klinge einen bedauernden Ton an um mein gespieltes Mitgefühl zum Ausdruck zu bringen. Gleichzeitig versuche ich auf diesem Wege um den Bart der Prinzessin zu streichen - oder eher um ihr Honig um ihr Mundwerk zu schmieren.

Ich verstehe zwar nicht, warum nicht ICH zum nachfolgenden Leutnant ernannt wurde, jedoch ist die Wahl der Prinzessin eine deutliche Steigerung zu unserem Bauerntölpel. Allgemein ist fraglich, was es mit seinem Verschwinden auf sich hat. Da ich auf seine Treue und Loyalität keinen Uro verwetten würde, wäre es nicht abwegig, dass er aus eigenen Stücken geflohen ist ... Fahnenflucht. So wie manch anderer.

Mit diesem Gedanken lasse ich meinen Blick kurz suchend schweifen, widme mich dann aber wieder der Prinzessin und betrachte diese abwartend – weiterhin mit einer gespielten betrübten Mine.

Die einfache Antwort - es könne Fahnenflucht sein, steht im Gegensatz zu Dantes bisherigen lächerlich ritterlichen Verhalten. Was mir auch bisher ein Dorn im Auge war. Trotzdem genügte mir diese Antwort, welche wohl in meinem Desinteresse an seinem Verschwinden fußt. Immerhin hat dieses Ereignis zum jetzigen Zeitpunkt nur positive Facetten.

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Re: Die Insel Blewth

Beitragvon Veyrne Ibga » Freitag 24. Februar 2017, 22:13

Nach und nach versammeln sich alle Blutwölfe am Tisch. Steven, Cleyo, Daru, Grendel, Demetrio, Fisk, Sophia, Theresa und am Ende ist auch endlich Tycho dazu gestoßen. "Ihr kommt ja alle wie gerufen.", stelle ich lächelnd fest. "Euch allen erst einmal einen guten Tag." Mein Blick schweift durch die Runde. Unsere Einheit ist groß geworden. Vermutlich wird so bald kein neues Gesicht dazu stoßen, ohne das irgendwer aus der bisherigen Einheit zum Final-Sprout befördert wird. "Das mit den Dorius steht auch auf meiner Liste.", sage ich an Tycho gewandt, dem die Anwesenheit nicht entgangen ist. "Kommandantin Heas hat mich gebeten, euch zu fragen, ob ihr euch als Mentoren anbieten wollt. Dies ist freiwillig und wird nicht zusätzlich bezahlt." Fisk knurrt abfällig und Grendel verdreht die Augen. "Falls ihr die Zeit aufbringen könnt um andere Anwärter auszubilden oder einen anderen Sprout zu fördern, dann wird das gern gesehen." "Nein.", antwortet Theresa. "Ja, Theresa. Das ist in Ordnung.", antworte ich ihr lächelnd. Theresa Ibga, meine Schwester mit einem eher gefühllosen Wesen und ohne Kenntnis menschlichen Verhaltens, war noch nie groß darin nicht alles direkt auszusprechen. "Lasst es euch durch den Kopf gehen. Für den eigenen Fortschritt ist das förderlich und hilft euch beim Aufstieg." "Ich werde darüber nachdenken.", merkt Sophia an. "So lang wir keine Einsätze haben, ist ohnehin nicht viel zu tun. Hat Kommandantin Heas schon neue Einsätze angedeutet?" Ich schüttele den Kopf. "Aber es bahnt sich dennoch ein neuer Einsatz an. Wir haben heute hohen Besuch im Schloss. Fürst Bluthkranz ist für ein paar Tage zu Gast im Schloss, da er für seine Probleme ein paar Sprouts anheuern möchte." Ich sehe zu Tycho rüber. "Aber das ist nicht der spannende Teil. Auch Dorius-Magier sind heute im Schloss. Dimitrij Dorius und Eskariot Dorius selbst sind zu Gast da." Als hätte ich sie beschworen, betreten Toku, Roncain, Bluthkranz und die beiden Dorius den Speisesaal. Aus den Augenwinkeln kann ich sehen, wie Roncain mit Worten und Gesten die Eigenheiten des Speisesaals beschreibt.

"Die beiden haben mich angesprochen. Sie haben gesagt, dass sie die Blutwölfe anheuern wollen." Ich nicke mit dem Kopf in die Richtung der Besucher. "Der in der weißen Kleidung ist Dimitrij Dorius. Der ältere Mann in der schwarzen Kleidung ist Eskariot Dorius. Einer der Erzmagier des Landes und Oberhaupt der berüchtigten Dorius-Familie. Falls sie jemand nicht kennt: Es heißt, dass sie es mit den magischen Regeln und Gesetzen nicht so genau nehmen. Sollte es also zu einem Einsatz kommen, wird es mit Sicherheit gefährlich." "Hah. Weil die bisherigen Einsäze ja harmlos waren?", fragt Grendel spöttisch. "Wir werden bestimmt klar kommen.", sagt Sophia zuversichtlich in die Runde. Sie wissen noch nicht worauf sie sich einlassen. "Es ist anzunehmen, dass der Einsatz beinhalten würde, auf die Phaben Insel zu reisen. Zum berühmten Anwesen der Dorius. Darauf haben nur wenige je Auge gelegt." Und ich könnte sehr gut verzichten. "Das Dorius Anwesen ist mit Sicherheit ein interessanter Ort. Ich fürchte nur, dass Gäste dort den Schreck ihres Lebens bekommen. Zu den Dorius gehören weit mehr Mitglieder." Und jedes Mitglied, das ich kennen gelernt habe, ist mir eins zu viel.

"Der letzte Punkt auf meiner Liste ist.. Nun ja." Ich verschränke die Arme und sortiere die Worte. "Wie ihr wisst, werden unsere Einsätze noch schlimmer gemacht, als sie schon waren." Nach Jaipur haben die Leute geglaubt, wir hätten uns am Gold der Grabmäler bereichert nachdem wir unsere Feinde gefoltert und getötet haben. "..ich habe mir sagen lassen, dass das so weiter gehen wird. Wundert euch also bitte nicht, wenn auch über die letzten und die kommenden Einsätze Berichte auftreten, die so nicht stimmen."
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Re: Die Insel Blewth

Beitragvon Kisenia_NPC » Freitag 24. Februar 2017, 22:38

Tia und Florin

Tia versucht sich ihre Schwermut und Trauer nicht anmerken zu lassen, als ihre Kameraden Shane und Faron an den Tisch kommen. "Seid gegrüßt, Kiara, Faron, Isothien und Shane", sagt sie mit einem leichten Lächeln. "Hey, Faron!", sagt Florin freudig. "Wie geht es dir heute?" Nachdem Faron angemerkt hat, wie positiv die Besetzung zum Leutnant empfindet, errötet die Prinzessin leicht. "Habt Dank, Faron. Doch ich denke, dass ich mir dieses Lob noch verdienen muss. Ich weiß, dass ihr und Dante eure Differenzen hattet, doch war er ein Mann der Tat. Wahrscheinlich sollte ich euren Rat befolgen und es ihm gleich tun: Voran schreiten." Wie Faron und Shane ist auch Tia von hoher Abstammung, aber sie verstand sich stets gut mit Dante. Er versprühte stets eine Einfachheit und Freiheit, die ihr gefiel und imponierte. "Vorerst werde ich die Position des Leutnant behalten. Bis Kommandantin van Oreen es sich anders überlegt, natürlich." Es kommt gelegentlich vor, dass ein anderer Sprout die Führung einer Einheit übernimmt. Als der amtierende Leutnant merklich überfordert ist oder sich andere gravierende Verfehlungen erlaubt. "Auf eure Unterstützung bin ich dennoch angewiesen." Ihre Gedanken gelten besonders Freya, die mit Dante einen immensen Verlust erlitten hat. Die beiden haben sich gut verstanden und vielleicht wird der Verlust ihr noch mehr schaden als Tia. "Kommandantin van Oreen hat angedeutet, dass wir neue Einsätze erhalten werden. Es kommen aktuell viele Anfragen ins Schloss. Adelshäuser erbitten unseren Schutz und unsere Führung. Wir sollten es uns also nicht zu gemütlich machen." Florin grinst Faron an. "Du schüttelst doch so gern Hände von anderen aus hohem Hause.. Ein kroth'scher Fürst und zwei Dorius machen gerade einen Rundgang im Schlo.. Ach, da stehen sie ja schon." Sie deutet auf die Besucher, die von Toku und Roncain gerade an einen freien Tisch nahe der Ausbilder und Kommandanten geleitet werden. "Ob Toku eine Ankündigung machen wird?", denkt Florin laut. "Wie gefällt es euch bisher bei den Titanen, Isothien?" Der Magier ist recht neu bei der Einheit, da er von Sturmwind versetzt wurde. Er wird auch stark gefordert, da er in die Fussstapfen des ebenso verschollenen Fess Estreo treten muss. "Isothien ist doch ganz hin und weg von Joanna Toku.", merkt Florin grinsend an. Auch seiner neuen Einheit ist nicht entgangen, dass die beiden sich regelmäßig treffen. Und in Bezug auf derartige Dinge verbreiten sich Neuigkeiten schneller als ein Blitz.

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Re: Die Insel Blewth

Beitragvon Steven Servain » Freitag 24. Februar 2017, 23:28

Gespannt lausche ich den Worten meines Leutnants über die aktuellen Geschehnisse im Schloss und den Neuigkeiten um die Einheit der Blutwölfe. Durch das Erscheinen der restlichen Einheit konnte Veyrne meine Frage nicht direkt beantworten, doch wie ich ihn kenne, wird er sich dieser später noch einmal annehmen. Seine Berichterstattung unterteilt sich in drei Teile. Das Mentoren Projekt, der wahrscheinlich nächste Auftrag der Blutwölfe und zu guter Letzt, die Beantwortung der Frage, wieso den Einsetzen der Blutwölfe immer recht viel hinzugedichtet wird.
Mentoren Projekt? Einem Anwärter als Vorbild und Ansprechpartner zur Verfügung stehen? Ich weiß noch, wie sehr es mir damals geholfen hat, dass sich Droc und Marco meiner angenommen haben. Ich hatte immer jemanden, zu dem ich mit meinen Fragen gehen konnte. Zudem hilft es uns, wie Veyrne sagt, unseren Aufstieg eventuell zu beschleunigen. Ich denke, ich sollte an diesem Projekt teilnehmen, soweit es meine Arbeit in der Einheit nicht beeinträchtigt.
Die Frage, weshalb die Dorius uns brauchen, beschäftigt mich immer noch. Ich bin gespannt, was Veyrne selbst davon hält. Aber die Möglichkeit die Phaben Inseln zu bereisen klingt aufregend. Ich hab schon viel gesehen, diese Inseln bleiben den meisten jedoch ihr Leben lang verborgen. Schon alleine deshalb würde ich mich über diesen Auftrag freuen, selbst wenn ein wenig Argwohn in dieser Freude steckt.
Mein Blick wandert zu den beiden Dorius, die Veyrne uns aus der Distanz vorgestellt hat. Hmm, der dunklen Art der Magie vertraut. Das Gegenteil von den Boras… Mir weicht der Gedanke nicht aus dem Kopf, dass dieser Auftrag viel mehr verbirgt als wir bisher wissen…

Während Veyrne seinen letzten Satz beendet wechselt mein Gesichtsausdruck von interessiert zu grimmig. „Ich hab mich schon gefragt, woher das kommt“, gebe ich mürrisch von mir. „Dass wir noch brutaler geredet werden, als wir es sowieso schon sind, begeistert mich nicht gerade, auch wenn es seine Reize hat. Erst gestern hat sich ein junger Anwärter schnurstracks umgedreht und ist geflüchtet, als er mir über den Weg gelaufen ist. Wobei das vielleicht eher an Grendel lag, der neben mir gelaufen ist. Ein wenig geehrt habe ich mich dennoch gefühlt!“, füge ich lachend hinzu. Von unserer Einheit, bin ich wohl einer der weniger furchteinflößenden. Auch wenn es natürlich etwas an sich hat, gefürchtet zu sein und zwar so sehr, dass wirklich viele der jungen Anwärter und Sprouts auf den Gängen Abstand halten, ist es doch ein seltsames Gefühl. Und die Taten, die unseren Einsätzen, die sowieso schon schlimm genug sind, zu gedichtet werden, sind Taten, die komplett gegen meine Vorstellung von Moral verstoßen. Als Grabräuber und Foltere bekannt gemacht zu werden, war nie eines meiner Ziele. Schlimm ist vor allem, dass die Leute dem Glauben schenken. Was Darneeis wohl von mir denkt? Ob sie dem ganzen genau so viel Glauben schenkt wie der Rest? Seit der Rückkehr von meinem letzten Einsatz habe ich Darneeis noch nicht zu Gesicht bekommen. Es sind also schon Wochen, wenn nicht gar Monate, seit unserer letzten Begegnung ins Land gestrichen. Ich schüttle ruckartig den Kopf. Eine Eigenart, die ich mir angewöhnt habe, um mich aus meiner eigenen Gedankenwelt zurück in die Realität zu katapultieren.
„Das Mentoren Projekt klingt interessant. Ich wäre gerne bereit dem beizutreten, sofern dies nicht meine Pflichten hier in der Einheit beeinträchtigt“, gebe ich von mir und schaue dabei Veyrne an.

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Re: Die Insel Blewth

Beitragvon Mardug Naida » Samstag 25. Februar 2017, 14:12

Das schaukeln der Fähre endete mit einem Ruck und ich schreckte von meinen Gedanken hoch. Die Fahrt kam mir gar nicht so lang vor. Während andere sich bereits aufmachten, von Bord gingen und ihren Tätigkeiten nachgingen stand ich erst ganz langsam auf und schaute noch einmal Richtung Festland. Wieso hatte Ules mir einfach so das Geld gegeben? Vater hatte noch Streit mit ihm deswegen angefangen. Wenn meine Brüder noch dabei gewesen wären… Wahrscheinlich hätte er mich gar nicht gehen lassen. Ein Teil von mir freut sich, von daheim weg zu sein, ein Teil von mir fühlt sich schuldig, mich einfach so von meiner Familie abzuwenden. Vielleicht hatte Ules nicht recht, vielleicht bin ich wirklich ein dummer Einfaltspinsel, wie mein Vater meint. Oder ich bin doch ein Mörder. Mörder…
Ich stand noch lange auf dem Boot und starrte zum Festland, während die anderen schon längst auf dem Weg waren. „He, du! Bist du am Boot festgewachsen? Wenn du wieder zurückfahren willst musst du das auch bezahlen!“ rief mir der Fährmann zu. „Oh..Ich...äh…‘tschuldigung, ich bin schon weg.“ Ich sprang hastig auf das Dock. Der Fährmann murmelte noch etwas hinterher, dass ich versuchte so weit wie möglich zu ignorieren. Ich fühlte mich schon schlecht genug. Ich stolperte fast über die Stegbretter, als ich mich unsicher vom Boot wegbewegte. Das Dock war recht schlicht gehalten. Eine Durchlaufstation für Handelsschiffe. Ich schätze mal, Festung Blewth kann sich notwendigerweise selbst versorgen. Am mir gegenüberliegendem Ende sah ich bereits einen einfachen Wegweiser „Festung Blewth ->“ und einen unbefestigten Pfad. Ich bewegte mich langsam darauf zu, als ich meinen Blick noch einmal schnell durch das Dock schleifen liess. Ich sah Leute, die auf die Fähre stiegen, mit der ich kam. Ich sah jemanden ein Inventar aufnehmen, als er gerade eine Ladung auf einem Wagen kontrollierte, der von Nichats gezogen wurde. N-Nichats. Ich schluckte schwer und machte instinktiv einen großen Bogen um die Kutsche - und stolperte dabei fast über eine Kiste. Ein Mann schrie mich an „Pass auf wo du hintrittst!“ „D-d…Tut mir leid, mein Herr.“ Brachte ich stotternd hervor. Er scheuchte mich mit eiligen Handbewegungen von sich fort, während ich immer noch gebannt auf die Nichats starrte. Sie könnten jeden Moment losbrechen – ja. Biester. Ich ging schon fast rückwärts, als ich im Augenwinkel den Wegweiser für Blewth wieder vernahm. Ich schätze, das ist weit genug weg. Langsam drehte ich mich um.
Der Pfad schien recht klar, ich konnte die Festung bereits in der Entfernung ausmachen. Den Blick auf den Boden gerichtet, schreitete ich bedächtig auf das Schloss zu. Erst jetzt bemerkte ich die frische Luft und die Brise, die mir durch meine Rüstung fuhr. Ich hoffe, ich hatte alles eingepackt. Nach dem Streit hatte ich wenig Zeit, zu packen. Garen hätte sich mir sicher in den Weg gestellt. Immer wieder lasse ich diesen Tag vor mir herüberziehen. Jedes Mal denke ich darüber nach, was noch alles passieren hätte können.
Meine Gedanken wurden je unterbrochen – Vor mir türmte sich die Festung auf. Und das Eingangstor. Und die Wachen. „G-Guten Tag.“ Sagte ich zögerlich zu den Wachen, nachdem ich einen unangenehm langen Zeitraum schweigend vor der Festung Blewth stand. „Mein Name ist Mardug und ich..ehm.. bin hier um meine Ausbildung als… ehm… Sprout zu beginnen.“ Mein Blick schwankte nervös zwischen den Wachen, den Boden und dem Schlosstor umher.
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Re: Die Insel Blewth

Beitragvon Kisenia_NPC » Samstag 25. Februar 2017, 14:37

Die Wachen am Tor

„Noch einer?“, fragt die erste Wache skeptisch. „Es scheint wohl so“, erwidert die Zweite. „G-Guten Tag“, äfft die erste Mardug nach und schaut ihn an. „Bist du dir auch sicher, dass du hier richtig bist?“ „Geht das schon wieder los? Hab ich dir nicht gesagt, du sollst das lassen?“ „Was soll ich machen? Ich werde dazu gedrängt!“ Die zweite Wache schaut die erste erzürnt an und dreht sich dann zu Mardug um.
„Verzeiht sein Benehmen“, sagt er und deutet auf die erste Wache. „Du kannst passieren. Betrete das Schloss und folge anschließend den Hinweisschildern. Du kannst es nicht verpassen“, erklärt die zweite Wache Mardug. Nachdem dieser an den beiden Wachen vorbeigetreten ist, beginnt der Streit der zwei von neuen. „Ich werde das melden. Du bist einfach untragbar!“ „Schon einmal was von Spaß gehört? Sei bloß nicht so engstirnig.“

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Re: Die Insel Blewth

Beitragvon Faron » Samstag 25. Februar 2017, 17:48

"Abgesehen von einem unangenehmen Gespräch, kann es mir wohl kaum schlecht gehen, wenn man einmal betrachtet in welch einer Gesellschaft ich mich befinde."

Antworte ich Florin mit leiser Stimme, damit nicht jeder meine Worte vernimmt. Es mag vielleicht ein offenes Geheimnis sein, dass ich mich gegenüber Florin speziell verhalte und sie sehr zu schätzen weiß. Trotzdem versuche ich mich nicht als Marktschreier und halte unsere Verbindung so geheim, wie nur möglich. Das ich sie schätze, mag hier aber gewaltig untertrieben sein. Denn nachdem was bereits geschehen ist, war es vielleicht sogar Liebe die mich mit ihr verbindet. Bezüglich meiner Gefühle, kam ich bisher jedoch noch auf kein eindeutiges Ergebnis. Eines war mir jedoch klar – ich würde vieles für sie unternehmen.

Mit nun steigender Laune platziere ich den Räuberteller vor Florin und setze mich neben sie an den Tisch. Der gefüllte Teller findet vor mir Platz. Darauf bedacht, dass dieser sich in Reichweite der elfischen Dame befindet.
"Wir werden bereit sein eure Hoheit und es wird uns eine Ehre sowie ein Privileg sein euch zu unterstützen." Begegne ich mit selbstsicherem Ton der Prinzessin und fahre in Gedanken fort. Zumindest solange bis die Kommandantin erkennt, dass es ein Fehler war mich als Leutnant nicht vorzuziehen.

"Wisst ihr ... " Beginne ich ich erneut gen Tia mit dem Klang eines alten Gevatters, welcher beginnt aus seiner Jugend zu berichten. "... es mag vielleicht den Anschein erwecken, dass dieser Verlust uns schwächen mag; jedoch sehe ich dies als Chance. Eine Chance allen zu beweisen, dass man sich trotz Rückschlägen auf die Einheit der Titanen verlassen kann. Das wir mit eurer Führung sogar effektiver und erfolgreicher sein können, als zu der bereits verstrichenen Zeit. Ist es nicht auch euer Wunsch, dass Ihr euch beweisen könnt?"

Frage ich die Prinzessin nun beinahe herausfordernd und widme mich daraufhin Florin.

"Ihr. Ich meine, du - kennst mich bereits zu gut."
Beteure ich mit einem knappen und charmanten Lächeln gen die Elfe. "Ich habe von deren Anwesenheit vernommen und werde mich zur gegebenen Zeit bei diesem hohen Besuch vorstellen. Wenn es dir recht ist, wäre es mir eine Freude, wenn du mich begleitest."

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Re: Die Insel Blewth

Beitragvon Isothien » Samstag 25. Februar 2017, 18:02

„Warum ignoriert mich Faron …“ Bevor ich weitere Gedanken an diese Frage verschwenden kann erscheinen Shane und Kiara am Tisch. „Guten Morgen“ erwidere ich auf seine Begrüßung. Währenddessen äußert sich Faron positiv zu Tias Besetzung als Leutnant, mir liegt darauf eine Ergänzung zu seiner Anmerkung auf der Zunge. „Ob es klug ist jetzt, als ehemaliger Leutnant einer zerschlagenden Einheit, Ratschläge zu verteilen?“
Inzwischen hat sich Tia bereits dazu geäußert. „Ich mach’s einfach!“ „Ein Leutnant ist auf die Unterstützung seiner Kameraden angewiesen, das ist richtig. Darüber hinaus muss man seine Führungsqualitäten beweisen, das wichtigste aber ist Empathie. Ein offenes Ohr für seine Kameraden, für ihre Bedenken, Nöte ,Vorschläge und…“ Meine Stimme verstummt für einen kurzen Moment. „…die Fähigkeit sie richtig einschätzen zu können!“ Endet meine Anmerkung mit einem bitteren Unterton. „Diese Sache mit Wulf, wie konnte ich so blind sein.“
„Wie gefällt es euch bisher bei den Titanen, Isothien?“ Diese Worte beenden meine Grübelei, allerdings weiß ich nicht von wem diese Worte stammen. „Gut, habe mich wohl im Laufe der beiden vergangenen Jahre gut in diese Einheit eingefügt. Wie seht ihr das denn?“ Mein Blick richtet sich an die Anwesenden. „Hin und weg, ja Florin, da ist was dran.“ Füge ich schmunzelnd hinzu. "Hin und weg, haha, ja. Sie ist weg, zumindest für den nächsten Monat.“
In meinen Kopf spielt sich die Szene von gestern Morgen ab, als Joanna sich von mir verabschiedet hat und an Bord eines Frachtschiffes gegangen ist, das ein paar Minuten später den Anker lichtete und in Richtung eines kleinen Stützpunktes segelte, der knapp 2 Tage von Blewth entfernt liegt. „Ihr wird’s schon gutgehen.“

Faron
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Re: Die Insel Blewth

Beitragvon Faron » Samstag 25. Februar 2017, 21:50

Anscheinend bin ich etwas abgelenkt von der Damenschaft am Tisch, sodass ich unseren neuen Magier außer Acht gelassen habe. Als dieser nun abermals seine Stimme erhebt widme ich mich diesem.

"Herr Sturmbringer. Ich wollte nicht unhöflich erscheinen. Ich heiße euch natürlich auch willkommen." Zusammen mit einem begrüßenden Nicken in seine Richtung versuche ich die Wogen zu glätten.

Ihm ist es gelungen sich von den Sturmwinden zu lösen und sich unserer Einheit anzuschließen. Jedoch war es wie bei Herrn Servain nicht das Talent, sondern nur eine glückliche Fügung. Langsam beschleicht mich das Gefühl, dass die Götter mit allen Mitteln versuchen mich zu verspotten.


"Auch wenn ich nicht allen Punkten von Herrn Sturmbringer zustimmen kann, so ist löblich zu sehen, dass auch er außerhalb unserer Aufgaben versucht euch zu unterstützen – Hoheit."

Fahre ich nach meinen Gedanken fort, während mein Blick prüfend auf Isothien liegt.

Magie und Magier – dies war mir nie ganz geheuer. Ihre angebliche Kunst oder ihr Handwerk empfand ich stets als unberechenbar. Ich würde mich nicht wundern, wenn eines schönen Tages einmal ein Zauber misslingt und dieser versehentlich die Hälfte aller Sprouts in Neluts verwandelt.


Allein dieser Gedankengang führt dazu, dass ich mich kurz schütteln muss.

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Re: Die Insel Blewth

Beitragvon Daru » Sonntag 26. Februar 2017, 13:12

Veyrnes Ausführungen lassen mich innehalten. „Ein neuer Auftrag“, fährt es mir durch den Kopf. „Heißt das, wir werden wieder…“ Bilder laufen vor meinem inneren Auge ab und lassen mein Äußeres erstarren. Der Gedanke, dass mein Verhalten wunderlich wirken könnte, lässt mich wenige Sekunden später aus meinen Erinnerungen zurückkehren. Schnell genehmige ich mir einen Schluck und räuspere mich, um den Eindruck zu erwecken, mein Hals wäre immer noch nicht gänzlich in Ordnung.

Während ich trinke, schiele ich besorgt zu Cleyo herüber. Ich suche nach Hinweisen in ihrer Mimik. Nach Antworten auf die Frage, wie sie zu all dem steht. Zu den Einsätzen, zum Kämpfen, zum Töten. Aber will ich darauf wirklich eine Antwort? Und auf welche Antwort hoffe ich? Kenne ich sie womöglich schon und möchte sie nur nicht wahrhaben?

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Re: Die Insel Blewth

Beitragvon Kiara » Sonntag 26. Februar 2017, 13:38

„Lecker“, schmatze ich, während ich an dem Fleisch kaue, das ich gerade einem Raubtier gleich von der Keule in meiner Hand abgebissen habe. Ich lausche dem Gespräch beiläufig und verkneife mir jegliche Kommentare. Ich höre Untertöne, wo wahrscheinlich keine sind, was mich glauben lässt, dass die paar Sekunden im Wasser noch lange nicht genug waren. Aber ich darf mir nichts anmerken lassen. Ich bin ein Sprout. ICH bin professionell.

Als Tia, unser neuer Leutnant und die einzige, die mich begrüßt hat, auf Dante zu sprechen kommt, bin ich ganz froh, dass mein Mund gerade beschäftigt ist. Ich könnte sonst wohl nicht vermeiden, dass sich irgendetwas in meinen Mundwinkeln abzeichnet. Schnell ramme ich meine Zähne erneut in das Fleisch, kaue, schlucke, verdränge die Gedanken und konzentriere mich auf das Hier und Jetzt.

„Werter Herr Elensa“, ich zücke demonstrativ ein kleines Tuch und tupfe mir über die Lippen, was nicht sonderlich viel hilft, da die meisten Fetzen an meinen Wangen hängen. „Ist euch kalt? Oder bebt eurer Körper bereits vor Tagendrang?“ Ich grinse und wende mich an unseren Magierkollegen, jedoch nicht, ohne mir vorher gänzlich durch das Gesicht zu wischen, um mich vom Rest meiner Mahlzeit zu befreien.

„Und Isothien. Mach dir keine Sorgen. Deine Worte allein zeigen bereits deutlich, dass du ein wahrer Sprout bist, der die Ideale unserer Zunft hochhält.“ Damit schaue ich auch schon zu Florin, verkneife mir jedoch meine Worte, da ich fürchte, dass eine gewisse Bitterkeit darin mitschwingen könne. Schnell drehe ich mich daher fort und entdecke in der Ferne den Tisch der Blutwölfe und Tycho Seiber. Zwei Sekunden verstreichen und ich widme mich wieder meiner Keule und meiner Einheit. "Übrigens, Shane. Irgendwann müssen wir zwei über dieses humoristische Ungleichgewicht zwischen uns sprechen", füge ich mit halb vollem Mund hinzu.


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